Werwölfe in Aremsrath

Werwölfe in Aremsrath | Tanja Hanika

1873 – ein Werwolf geht in Aremsrath um und verbreitet Angst und Schrecken. Die Rätselei beginnt. Wer ist der Werwolf? Wem kann man trauen? Gibt es noch weitere Werwölfe?
Die einzige Gewissheit ist, wann der Werwolf wieder zuschlagen wird: jeden Monat, wenn der Vollmond am Himmel steht.

Der Inhalt

Paul Landenberg zieht in die beschauliche Eifel, zu seinem Onkel nach Aremsrath. Doch schnell wird klar, so beschaulich ist es gar nicht und auch hier verbreitet sich die Werwolf-Plage, vor der Paul zu flüchten versuchte.
Doch trotz der blutrünstigen Angriffe bleibt Paul. Nicht nur seinem Onkel zuliebe, sondern auch wegen der reizenden Minna, deren Interesse an Werwölfen genauso groß ist, wie sein eigenes. Gemeinsam wälzen sie Bücher, tragen Fakten und Überlegungen zusammen und verlieren nicht die Hoffnung daran, die Plage beenden zu können.

Gleich und gleich gesellt sich gern

Wo ein Werwolf ist, ist der nächste nicht fern. Die Angriffe häufen sich und zum Schutz vor den Bestien wird eine Bürgerwehr gegründet. Aber das Misstrauen untereinander wächst. Jeder unter ihnen könnte ein Werwolf sein. Wer hält sich fern? Wer ist in den Vollmondnächten nie zu sehen? Verräterische Wunde oder bloß übliche Arbeitsverletzung? Niemandem kann man trauen.

Meine Meinung

Tanja Hanika schafft es wunderbar uns in die Vergangenheit zu entführen. Durch schöne Details und ausgewählte Sprache fühlt man sich beim Lesen tatsächlich zurückversetzt. Durch Paul, den Apotheker, der in diese für ihn neue Gemeinschaft kommt, werden wir wie beiläufig eingeführt in die gängigen Gepflogenheiten, Rangordnungen und den Umgang miteinander. Als würden wir selbst gerade das erste Mal einen Fuß in dieses Dorf in der Eifel setzen.

Die Atmosphäre ist tagsüber anfangs sicher, wandelt sich später zu Misstrauen und in den Vollmondnächten ist sie schauderhaft und bedrohlich. Hinter jeder Ecke könnte der Tod lauern.

Sehr gefallen haben mir die Kapitel aus Perspektive des Werwolfs. Eine ganz wunderbare Idee! Mir persönlich waren diese nur ein wenig zu detailliert für ein Raubtier, dass instinktiv handelt. Das hätte mir rudimentärer besser gefallen. So hätte auch noch mal deutlicher gemacht werden können, wie wenig Menschliches im Werwolf übrig bleibt während der Vollmondnacht.

Auch hätte es noch etwas mehr zwischenmenschliche Dramatik durch das allgemeine Misstrauen geben dürfen. Die wirklich extremen Fälle von Selbstjustiz finden meist nur in anderen Dörfern statt, sind also irgendwie fern und nicht bedrohlich genug. Dabei ist doch gerade der Mensch die schlimmste Bestie überhaupt und davon hätte ich gerne mehr gelesen.

Auch über das Ende lässt sich streiten – schon Janna von KeJas Blogbuch nutze für ihre Rezension (Link siehe unten) die Überschrift „untypischer Ausgang“.
Ich will hier nichts vorweg nehmen, daher gehe ich nicht weiter darauf ein, aber ich persönlich hätte es auch anders präferiert. Tut der Geschichte an sich in meinen Augen aber keinen Abbruch und das Ende ist trotzdem rund und schließt die Geschichte gut ab. Wirklich reine Geschmackssache.


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„Bevor ich aber nun auf den Inhalt und meine Eindrücke dazu eingehen möchte, muss ich das Cover einfach erwähnen! Etwas das für mich nicht unwichtig ist, in meinen Rezensionen aber nie viel Raum einnimmt. Hier habe ich mich gerade aufgrund des von Cathy gestaltetem Outfit des Buches für das Print und gegen das eBook entscheiden – es ist wirklich wunderschön anzusehen und gefällt mir unglaublich gut!“ Janna von KeJas Blogbuch über meine Buchcovergestaltung von Werwölfe in Aremsrath.


Weitere Rezensionen:

„Aus Angst wird Hass und Misstrauen und eben dies geschieht auch in dem kleinen Dorf Aremsrath.“ Janna von KeJas Blogbuch

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Janna | KeJas-BlogBuch
Gast

Huhu meine Feine, zunächst liebsten Dank für die Verlinkung :-*

Mit diesem Buch konnte mich Tanja leider nicht gänzlich abholen, ich hätte mir mehr von den menschlichen Abgründen gewünscht. Wobei ich auch glaube, dass es für dem Gewinnen neuer Leser*innen nicht schadet, ansonsten schreibt sie ja schon sehr blutig. Auch wenn ich Kritikpunkte habe, freue ich mich wahnsinnig auf ihre Hexen!

Sollte ich noch was zu diesem wundervollen Cover schreiben? Wie genial es ist? Wer hate es gemacht? Ach jaaaa, DUUUUU <3