Totenfang

Totenfang | Simon Beckett

Der menschliche Körper, selbst zu sechzig Prozent aus Wasser bestehend, ist nicht von sich aus schwimmfähig.

Der Inhalt

David Hunter wird zur Bergung einer Wasserleiche gerufen. Anfangs scheint alles klar und die Leiche so gut wie identifiziert. Es muss sich um Leo Villiers handeln – Erbe einer einflussreichen Familie der Gegend – oder um die verheiratete Frau mit der er eine Affäre gehabt und die er vor seinem Selbstmord umgebracht haben soll.

Doch als Hunter einen Fuß findet und ihn der gefundenen Leiche zuordnet, ist klar, dass es sich weder um Leo Villiers, noch um die Frau handeln kann.
Die Ermittlungen geraten ins Wanken und die Vermutung über die Todesursachen von Villiers und seiner vermeintlichen Affäre werden immer unschlüssiger. Und dann taucht noch eine weitere Leiche auf. Der Erbe und die Frau bleiben unauffindbar, dafür liegen zwei unbekannte Leichen auf den Obduktionstischen. Und der Vater von Leo Villiers macht es den Ermittlern auch nicht gerade leicht …

Meine Meinung

Lange mussten wir auf den neuesten Fall für David Hunter warten.
Umso befremdlicher wirkte auf mich der neben sich stehende, kurzsichtige und völlig untypische Hunter der „Totenfang“ eröffnet. Irgendwie ständig jammernd und weit entfernt von der gewohnten Konzentration, die man eigentlich von Hunter gewohnt ist.
Es war anstrengend und wir hatten es die ersten 100 Seiten wirklich nicht leicht miteinander. Erkannte ich doch gar nichts vom alten, scharfsinnigen Hunter wieder und war schockiert über seine plumpen Gedankengänge, die ihn in wirklich dumme Situationen gebracht haben, die man von Dr. Hunter so wirklich nicht gewohnt ist.

Zum Glück aber wurde Hunter mit dem immer verworreneren Fall, auch wieder mehr er selbst und fand zurück zu sich. Offenbar hatte ihn das lange nicht-gebraucht-werden wirklich etwas fahrig werden lassen.
Aber ab da hieß es endlich: Hunter is back!
Ein spannender Fall mit den gewohnt detaillierten forensischen Beobachtungen, die die Reihe für mich so besonders machen und wenn auch der Start etwas holprig war, der Fall ist bis zum Ende undurchsichtig und überraschend und schließt in einem absolut packendem Ende ab.

Für Hunter-Fans ein absolutes Muss – Nicht-Hunter-Fans würde ich sowieso immer den Start der Reihe empfehlen. Diese ist für „Totenfang“ nicht zwingend notwenig, der Fall an sich ist in sich geschlossen, aber es ist schon irgendwie schöner Hunter von Anfang an zu begleiten und ein gewisses Hintergrundwissen zu haben.

Das Cover

TotenfangWie gewohnt bei der Hunter-Reihe ein schlichtes schwarz-weißes Cover, das sich nahtlos einreiht. Ich persönlich mag diese reduzierten Cover ganz gerne. Über diese blöden Sticker auf Covern, die man dann nicht mal entfernen kann, könnte ich mich allerdings ärgern wie nichts. Gut, dass man im heimischen Regal immer nur die Rücken der Bücher sieht …


Weitere Meinungen

Mareike von Krähe und Kraken

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[…] Wie so oft bei Verfilmungen die Frage: Erst das Buch oder doch schon den Film? Ich hab mich für das Buch entschieden und wurde nicht enttäuscht. Es gefiel mir wirklich unheimlich gut. Ich hab mich sogar ein bisschen gefühlt, als läge es allein an mir das Rätsel um den Mord im Orientexpress zu lösen, denn der Fall wird sehr strukturiert angegangen. Nacheinander werden alle Reisenden im Zug vernommen. Ich war oft geneigt mir Notizen zu machen, um zu sehen, ob ich den Fall ebenfalls lösen könnte. Absolut ungewohnt für mich im Vergleich zu den Fällen von David Hunter. […]

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[…] Lies ein Buch, in dem es um Bücher geht. 15. Lies ein Buch, in dem Rätsel gelöst werden müssen. Totenfang von Simon Beckett 16. Lies ein Buch, in dem es um Angst/Albträume geht. 17. Lies ein Buch, in dem ein Gefängnis […]

Janna | KeJas-BlogBuch
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Hach wie schön, ein Hunter-Fan ;)

Ich mochte diesen Band auch, nur war er mir etwas zu ruhig – das Ende jedoch ist fiesester Cliffhanger & ich hoffe wir müssen auf die kommende Geschichte nicht nochmal so lange warten!

Hab einen feinen Sonntag!