Ich komme mit

Ich komme mit | Angelika Waldis

Der Himmel ist riesig. Es windet, es rauscht. Man surft, man kitet. Es schreit, es möwt. Man döst, man schäkert. Es flimmert, es schäumt. Der Sand ist weiß.S. 16

Lazy ist jung, Student und verliebt. Und verrückt. Verrückt nach seiner Freundin, verrückt nach dem Leben, dem Abenteuer. Und dann ist Lazy krank und nichts geht mehr. Er flieht, bricht aus, versucht der Krankheit keinen Platz zu geben. Landet letztendlich aber doch wieder zu Hause in der Torstraße, wo die alte Vita neugierig ihre Nase in Lazys Leben steckt. Vorsichtig zwar, aber nicht vorsichtig genug, denn die beiden frühstücken, philosophieren und werden schließlich zu Freunden. Die gemeinsam einen letzten Urlaub machen, bevor sie die letzte große Reise antreten: das Sterben.

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Buch Der Angstfresser von Tanja Hanika

Der Angstfresser | Tanja Hanika

Chester Harris war nicht nur wahnsinnig, er hatte das alles geplant. Ein berechnender, kaltblütiger Psychopath war weitaus gefährlicher als ein einfacher Irrer und sie war sicher, dass er Ersteres war. Seite 189

Inhalt

Der Horrorautor Chester Harris ist nach seiner letzten Lesung enttäuscht. Hat da tatsächlich jemand gegähnt? Und konnten die zwei Damen die zum Ausgang eilen, es wirklich nicht erwarten, schneller von der Lesung verschwinden zu können? Und schrieb da auch noch jemand einen Einkaufszettel?
Chester ist enttäuscht, von seiner Lesung, seinen Zuhörern, aber vor allem von sich selbst. Hatte er es doch immer geschafft, seine Leser in Angst und Schrecken zu versetzen. Offenbar scheint ihm das abhanden gekommen zu sein. Um sein Gesicht zu wahren und seinen Namen und Ruf als brillanter Horrorautor wieder herzustellen veranstaltet er einen Horrorabend. Chester Harris weiß, wie man Angst verbreitet und möchte seinen wenigen, ausgewählten Gästen zeigen, was es heißt, Todesangst zu haben. Ein Abend, der Chesters Gästen alles abverlangt und voller Schmerz, Blut und Angst steckt.

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Buch Altes Land von Dörte Hansen

Altes Land | Dörte Hansen

„Macht dich das nicht fertig“, fragte Anne, „dein Name auf dem Grabstein?“
Vera verstand die Frage nicht. „Da werde ich liegen, und das hab ich schriftlich. Gut zu wissen, wo man hingehört.“
Seite 244

Anne muss weg. Weg aus Hamburg Ottensen, wo alles gut zu funktionieren scheint, außer sie selbst. Mit ihrem Sohn flüchtet sie ins Alte Land, wo sie bei ihrer Tante Vera Unterschlupf findet, einst selbst geflüchtete.
Die beiden Damen arrangieren sich. Mit sich selbst, miteinander, den Menschen, mit der Vergangenheit und dem Leben. Vera hilft Anne sich zu fangen und Anne hilft Vera alte Geister zu vertreiben.

Die Figuren kochen oft ihr eigenes Süppchen, machen viel mit sich selbst aus. Um dann festzustellen, andere haben ähnliches erlebt, wissen wie es ist. Manch einer von ihnen ist in der schweren Zeit sogar da und hilft, es auszuhalten.
Neu geerdet werden, sich Wiederfinden trotz der Hoffnungslosigkeit. (Rettungs-)Anker sein, ohne es zu wissen.

Eine Familiengeschichte voller Tragik, so rührend, so liebevoll erzählt, ohne zu bedrücken. Man seufzt, aber man ist nie hoffnungslos.

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Obsession Simon Beckett

Obsession | Simon Beckett

Nach dem Tod seiner Frau Sarah entdeckt Ben dass sein Stiefsohn Jacob von seiner Frau entführt wurde. Schockiert von dieser Tatsache, weiß Ben zunächst nicht was er tun soll. Die Liebe zum Kind und zu seiner toten Frau wird auf die Probe gestellt.
Er entschließt sich, die Sache offenzulegen und die Justiz entscheiden zu lassen, wie mit dem Fall umgegangen werden soll.

Es kommt wie es kommen muss und Jacob wird an seinen leiblichen Vater gegeben. Unglücklich über diese Entwicklung beobachtet Ben von nun an das Haus in dem Jacob mit seinem leiblichen Vater lebt. Er entwickelt eine regelrechte Obsession, ist überzeugt, dass es dem Jungen dort nicht gut geht. Tritt der Vater doch immer wieder aggressiv und unvorsichtig auf.

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