Obsession Simon Beckett

Obsession | Simon Beckett

Nach dem Tod seiner Frau Sarah entdeckt Ben dass sein Stiefsohn Jacob von seiner Frau entführt wurde. Schockiert von dieser Tatsache, weiß Ben zunächst nicht was er tun soll. Die Liebe zum Kind und zu seiner toten Frau wird auf die Probe gestellt.
Er entschließt sich, die Sache offenzulegen und die Justiz entscheiden zu lassen, wie mit dem Fall umgegangen werden soll.

Es kommt wie es kommen muss und Jacob wird an seinen leiblichen Vater gegeben. Unglücklich über diese Entwicklung beobachtet Ben von nun an das Haus in dem Jacob mit seinem leiblichen Vater lebt. Er entwickelt eine regelrechte Obsession, ist überzeugt, dass es dem Jungen dort nicht gut geht. Tritt der Vater doch immer wieder aggressiv und unvorsichtig auf.

Meine Meinung

Das Geheimnis um das entführte Kind löst sich relativ schnell auf. Dementsprechend entwickelte sich die Geschichte in eine ganz andere Richtung, als ich erwartet hatte. Soweit erstmal nicht schlimm. Es blieb spannend.

Eine ganze Zeit jedenfalls. Und dann, nach etwa dreiviertel des Buches, wird es zäh. Ab da habe ich mich wirklich sehr gequält und kam nicht gut voran. Es wurde langatmig und der Protagonist, der immer wieder über seinen nicht mehr errigierenden Penis nachdachte, ging mir auf die Nerven. All seine Sorgen und Nöte konnte ich durchaus nachvollziehen, aber nach nicht mal einem halben Jahr, die seine so sehr geliebte Frau verstorben war, sich so sehr darum zu sorgen, warum ihn keine andere Frau sexuell interessiert oder erregt, kam mir doch reichlich gefühllos, übertrieben und fehl am Platz vor. Es nervte mich und es spielte keinerlei Rolle für die Geschichte – jedenfalls war diese für mich nicht erischtlich.
Überhaupt wirkt er sehr unentschlossen: zweifelt erst an den Gefühlen zu seiner Frau aufgrund der Entführung, liebt sie dann aber doch so sehr, dass er sich um den Jungen bemüht. Dieser ist ihm allerdings auch einige Zeit ein Dorn im Auge, nicht nur wegen seines Autismus, welchen Ben sehr anstrengend findet, weil er ja ohnehin so sehr leidet, sondern weil er ihn nicht mehr als Sohn sieht; dann jedoch will er unbedingt das Sorgerecht zurück.
Glücklicherweise war das Ende dann doch wieder temporeicher und spannender.
Auch wenn mir das dramatischere Ende besser gefallen hätte.

Mein Fazit

Mein erster Simon Beckett ohne David Hunter. Und ich muss sagen: Hunter fehlt mir.
Was soll ich sagen, ich fand’s okay, aber mehr auch nicht. Der Protagonist ging mir ständig auf die Nerven, seine Überlegungen und Handlungen fand ich anstrengend und nervig, manchmal nicht nachvollziehbar. Das Buch hatte Längen und das Ende war mir zu sehr Happy-End.

Bin froh, dass das Buch endlich von meinem SuB runter ist, aber es kommt direkt auf die Buchtausch-Seite, weil ich es mit Sicherheit nicht noch mal lesen werde.


Weitere Rezensionen

Das Buch habe ich in einer Leserunde zusammen mit Franzi von Lovely Mix und Steffi von angeltearz liest gelesen.
Steffis Rezension zu Obsession.

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3 Kommentatoren
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Janna | KeJas-BlogBuch
Gast

Kenne alles von Beckett ;)

Pink Anemone
Gast

Also ich kenne bisher nur die Hunter-Reihe und von der bin ich restlos begeistert (obwohl noch nicht zu Ende gelesen).
Bei Anja von „Meinbücherregalundich“ habe ich soeben „Der Hof“ entdeckt. Ein Buch um das ich schon ewig herumschleiche, da hier die Meinungen so stark auseinander gehen und was nun doch wieder auf meiner WL gelandet ist.
„Obsession“ wird das wohl nicht schaffen, wobei ich zugeben muss, dass mich hier der Klappentext auch nicht sonderlich anfixt.

Vielen Dank für die ehrliche Rezension.
Liebe Grüße aus Wien,
Conny

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Janna | KeJas-BlogBuch
Gast

Hach, sehr schade – ich mag Becketts Einzelbände sehr gerne! Aber nicht zu verwechseln mit seinen Kurzgeschichten, die sind leider grottig. Ich kann dir „Tiere“ sehr empfehlen, aber es stimmt, seine Einzelbücher sind nicht mit der Hunter-Reihe vergleichbar und den Stil darin muss man mögen.

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