Kalte Haut Martin Krist

Kalte Haut | Martin Krist

„In den Augen eines Mörders ergibt die Tat immer einen Sinn, so unsinnig sie für Außenstehende auch scheinen mag.“ S. 302

Der Inhalt

Eine grausige Mordserie in Berlin. Der Täter veröffentlicht Videos seiner Opfer, in denen zu sehen ist, wie sie leiden. Ihre Leichen, werden von Journalisten gefunden.
Nach dem ersten Mord deutet alles auf eine politische Tat hin; ein Zeichen gegen die Hetzkampagne des Innensenators gegen Ausländer. Sera Muth, die ermittelnde Kommissarin türkischer Abstammung, hält nicht viel von der Theorie, gerät aber immer mehr in Zweifel.
Der Polizeipsychologe Dr. Babicz hingegen erkennt das Muster der Morde aus einem seiner alten Fälle aus den USA wieder. Der Täter sitzt allerdings längst in Haft. Ist es möglich, dass der „Knochenmann“ geflohen ist? Dr. Babicz bis nach Deutschland verfolgt hat? Oder handelt es sich gar um einen Nachahmungstäter?

Meine Meinung

Mein zweiter Krist (nach „Böses Kind“) und er hat es wieder geschafft mich zu begeistern. Es ist wirklich meisterhaft, wie Martin Krist Spannungsbögen aufbaut, die einzelnen Handlungsstränge der Geschichte miteinander verflechet, so dass man das Buch gar nicht weglegen kann.
Er hat ein ausgesprochenes Talent für Stimmung und Timing, welches nur von seinem Talent für das setzen von Cliffhangern geschlagen wird.
Ein perfektes Beispiel für ein typisches „just one more chapter“-Buch.

Martin Krist lässt sich Zeit. In völliger Ruhe greift er verschiedene Fäden auf, nimmt sich die Zeit diese zusammenzuführen. Gemächlich werden die Protagonisten vorgestellt und langsam in Abhängigkeit gestellt. Erste falsche Fährten werden ausgelegt.
Trotz der sich langsam aufbauenden Ereignisse, ist das Buch kurzweilig und nimmt mit jeder Seite mehr an Tempo auf. Und weiß ich doch mittlerweile, dass ich bei einem Krist-Buch auf jedes noch so kleine Detail achten muss, wenn ich selbst den Mörder aufdecken will, bleibt mir so vieles wiedermal verborgen und wird erst zum Ende hin deutlich.

Auch in „Kalte Haut“ schafft Martin Krist tolle und tiefe Charaktere, die mit all ihren Ecken und Kanten überzeugend sind und realistisch rüberkommen. Und bedarf dabei keinerlei gängiger Ermittler-Klischees.
Sera Muth hat mich wirklich überzeugt, zukünftig auch noch die anderen Bücher, mit ihr als Ermittlerin, zu lesen. Sehr gespannt bin ich auch auf den Kollegen Paul Kalkbrenner, der in „Kalte Haut“ nur einen kleinen Auftritt hatte.

Fazit

Spannend bis zur letzten Seite! Wer atmosphärische Krimis/Thriller mit starken Charakteren und spannender Story mag, der sollte „Kalte Haut“ unbedingt lesen.


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Ganz lieben Dank an Martin Krist, der mir das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

9 Gedanken zu „Kalte Haut | Martin Krist

  1. Pink Anemone sagt:

    Hach Herrje, ich sollte wirklich mal einen Krist lesen. Bisher sind alle (wirklich alle) Bücher von ihm nur auf meiner WL.
    Vielen Dank für’s Erinnern und tolle Rezi.
    (jetzt hab ich doch wieder was geschrieben…jetzt stöbere ich aber wirklich nur noch XD)
    Liebe Grüße
    Conny

    • MlleFacettenreich sagt:

      Hab zwar erst zwei Krists gelesen, aber die fand ich beide sehr gut. Und zwei weitere liegen hier schon bereit. Und auf den Nachfolger von Böses Kind warte ich sehr gespannt. Ich kann ihn bisher wirklich nur empfehlen. Lies mal! :-)

      Und bitte ruhig immer fleißig kommentieren beim Stöbern! Gibt es etwa Menschen, die das stört?!

    • MlleFacettenreich sagt:

      Immer gern. ;-)
      Find’s halt auch einfach toll, dass die nicht so klischeebeladen sind. Und er macht einfach immer so tolle Stimmung.

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