Alexander Lass Hypoxie

Hypoxie | Alexander Lass

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Wikipedia definiert „Hypoxie“ wie folgt: Der Begriff Hypoxie bezeichnet die den ganzen Körper oder Teile davon betreffende Mangelversorgung des Gewebes mit Sauerstoff.
Und genau darauf sollte man gefasst sein, wenn man das Buch liest. Denn besonders zum Ende hin, vergisst man beim Lesen immer wieder das Atmen.

Worum geht’s?

Wir lernen Emilia und Lukas kennen, ein nettes Paar, welches die Nase ein kleines bisschen voll hat vom Alltag und gerne die Gelegenheit des verstorbenen, unbekannten Onkels nutzt, um einen kleinen Roadtrip nach Portugal zu machen. Gemeinsam mit den beiden quetschen wir uns in den alten Bulli und machen uns auf die Reise. Raus aus dem trüben, nassen Deutschland, auf in den warmen, sonnigen Süden. Autobahn, kleine Pausen auf Campingplätzen oder in Parkbuchten, Sex, Kochen, Streitereien, alles was dazugehört, bis endlich das Meer auftaucht und die beiden das Haus des Onkels erreichen.

Emilia kann sich an die Zeit aus ihrer Kindheit, die sie beim Onkel verbracht hat nicht erinnern. Ihre Mutter redet nicht mehr darüber. Bei der Witwe des Onkels angekommen, erfährt Emilia, dass sie als Kind ständig bei ihrem Onkel war, bis etwas dafür sorgte, dass Emilias Mutter und der Onkel sich zerstritten. Immer wieder hat sie das Gefühl, dass sich alte Erinnerungen einen Weg bahnen wollen, kann diese aber nicht greifen. Stattdessen findet sie sich immer wieder in Situationen wieder, die unheimlich sind. Vor allem für Lukas. Er sorgt sich um seine Freundin, möchte sie zu einem Arzt bringen, aber sie will nicht und stattdessen lieber den Urlaub und das Leben genießen. Schlimm genug, dass sie auf eine Beerdigung müssen.

Mit jeder Seite verändert sich Emilia zusehends und wird für Lukas und auch den Leser immer unheimlicher und merkwürdiger. Bis es schließlich zum atemraubenden (!) Finale kommt. Mehr sei dazu auch nicht gesagt, denn das Buch funktioniert am Besten, je weniger man über das Ende weiß.
Aber hier einige Reaktionen der Leserunde bei Twitter:
https://twitter.com/Mlle_Facette/status/1066451085827690497

https://twitter.com/adrienne_ava/status/1066434153921634311

Das kleine Aber

Einen kleinen Minuspunkt gibt es leider:
Ich fand die Idee der Geschichte wirklich sehr gut und für mich war das Buch ein absoluter Pageturner, das ich nicht weglegen wollte, aber leider hatte ich beim Lesen ganz oft das Gefühl, dass ich eine erste Fassung lese und nicht ein lektoriertes Buch. Das Buch ist sehr umgangsprachlich, was mich nicht so sehr stört, da es zu Lukas und Emilia passt, allerdings gab es auch noch viele grobe Fehler und Textstellen, die nicht ausgereift klangen.
Laut Buchindex hat das Buch ein Lektorat genossen – meiner Meinung nach allerdings leider kein gutes. Das ist wirklich schade und hat mich beim Lesen immer mal wieder ein wenig gestört. Wer mich kennt, weiß aber, dass es eine Menge bedeutet und wirklich ein Siegel für die Geshcichte ist, dass ich trotzallem bis zum Ende gelesen habe und von der Geschichte gefangen war.

Zu dem hat Alexander Lass es auch ein bisschen wieder gut machen können, in dem er auf meine Rezeptanfrage reagiert hat. Mit gutem Essen kriegt man mich ja immer rum …

Das Curry von Seite 130

Es handelt sich um eins dieser Pi mal Daumen Rezepte, die man einfach nach eigenem Gusto und jahrelangem immer wieder Kochen perfektioniert. Ich habe meine Maßangaben mal dazu geschrieben, manch einer kommt ja ohne doch nicht so gut klar in der Küche.

Zutaten:

  • große Süßkartoffel
  • Kopf Brokkoli
  • Kopf Blumenkohl
  • eine Dose Kichererbsen
  • große Zwiebel
  • Knoblauchzehe
  • ca. 1,5 TL rote Currypaste
  • 0,5 TL Zimt
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Currypulver
  • 1 TL Garam Masala
  • 2 EL Kokosöl
  • 1 – 2 EL Gemüsebrühe (ich verwende hausgemachte, daher bei der Instantbrühe vorsichtig rantasten)
  • 200 – 400 ml Kokosmilch (je nach Geschmack)
  • als Beilage Reis oder Dinkel wie Reis

Curry mit ReisZubereitung:
Brokkoli, in Röschen geteilt, etwa 5 Minuten bissfest kochen und zur Seite stellen.

Parallel in einen großen Topf die Currypaste und die Gewürze geben und warm werden lassen. Nach ein paar Minuten das Kokosöl hinzugeben und die geschnittene Zwiebel glasig anbraten. Dann die gewürfelte Süßkartoffel und den in Röschen geteilten Blumenkohl dazu, alles anbraten, evtl. einen Schuss Wasser hinzugeben, damit nichts anbrennt.

Währenddessen die Kichererbsen in ein Sieb geben und abspülen, bis kein Schaum mehr da ist; abtropfen lassen.

Den Knoblauch zum gebratenen Gemüse geben, kurz mitbraten (Vorsicht, wird schnell bitter), dann mit der Kokosmilch ablöschen. Köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Beilage kochen.

Das Curry mit der Brühe abschmecken, evtl. auch mit Salz und Pfeffer (wir brauchen mit all den anderen Gewürzen und der Brühe aber kein Salz und Pfeffer mehr).

Wenn das Gemüse weichgekocht ist, den Brokkoli und die Kichererbsen hinzugeben und alles warm werden lassen. Dann mit der Beilage servieren.

Mit dem oben genannten Gemüse ergab das für uns gute sechs Portionen. Nach Geschmack kann man auch jedes weitere Gemüse dem Curry hinzufügen, z. B. Bohnen oder Möhren.


Weitere Rezensionen:

Kerstin von KeJas BlogBuch

Janna von KeJas BlogBuch

Isabel von Seitenwandler

Jasmin Zipperling


Alexander Lass führt zusammen mit Jessy übrigens den sehr tollen Blog Paperwoords – schaut da auch unbedingt mal vorbei!

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2 Kommentatoren
MlleFacettenreichJanna | KeJas-BlogBuch Letzte Kommentartoren
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Janna | KeJas-BlogBuch
Gast

Wie genial das du das Rezept hier vorstellst *-*

Hach, ich bin echt die Einzige die aus dem rahmen fällt *lach. Freue mich das Euch alle das Buch so packen konnte! Ich fand viele Szenen sehr gelungen, Spannungsgeladen bzw. sehr neugierig machend und gut in Szene gesetzt – dennoch war mir persönlich zu schnell klar worauf es hinausläuft. Kritik ja, aber ich bin (dennoch) gespannt was da noch so vom Autor kommt.

hab dich frech bei mir verlinkt ;-*