Newsletter – Gastbeitrag von Tanja Hanika

E-Mail-Marketing: Der Newsletter | Gastbeitrag von Tanja Hanika

Wer sein Business professionell angeht, egal ob Selfpublisher*in oder (Buch-)Blogger*in, dem sei geraten, sich die Möglichkeiten des Marketing per Newsletter mal genauer anzuschauen. Tanja Hanika erklärt in ihrem Gastbeitrag zum Thema E-Mail-Marketing genauer worauf man achten sollte:

E-Mail-Marketing: Der Newsletter

Von Tanja Hanika

Als eines der wichtigsten Marketinginstrumente, auch und gerade für Selfpublisher, wird häufig der eigene Newsletter genannt. Er verspricht Unabhängigkeit von den gängigen Social Media Plattformen, dafür ist es allerdings schwieriger, Abonnenten zu generieren. Worauf grundsätzlich zu achten ist, einige Tipps und welche Erfahrungen ich bisher gemacht habe, möchte ich im folgenden Artikel zusammenfassen.

Dinge, die rechtlich beachtet werden müssen

Schon bei der Anmeldung zum Newsletter muss das double-opt-in-Verfahren benutzt werden: Der potenzielle Abonnent trägt seine E-Mailadresse ein und bestätigt in einer separaten E-Mail durch den Klick auf einen Link, dass er sich selbst angemeldet hat und dass er den Newsletter bekommen möchte.

Die später verschickten Newsletter müssen dann sowohl einen Abmeldelink als auch ein Impressum inklusive Datenschutzerklärung bzw. einen direkten Link zu beidem (z.B. auf der eigenen Homepage) enthalten. Sowohl Abmeldelink als auch Impressum samt Datenschutzerklärung müssen in jedem einzelnen versendeten Newsletter vorhanden sein.
Es ist stets von Vorteil, sich über aktuelle Gesetze und Verordnungen zu informieren, wenn man Newsletter verschickt.

Tipps für ein erfolgreiches Newsletter-Marketing

Aufbau des Newsletters:
Im Postfach sollte direkt ersichtlich sein, worum es sich bei der E-Mail handelt und von wem sie verschickt wurde. Benenne den Absender eindeutig und benutze dazu deinen (Autoren-) Namen.
Oft entscheidet die Betreffzeile darüber, ob die E-Mail gelesen oder gelöscht wird. Nutze sie, um das Interesse deiner Abonnenten zu wecken. Fragen machen oftmals neugierig. Falls du die Namen deiner Abonnenten in deinem Verteiler gespeichert hast, nutze sie für eine korrekte Anrede. Dadurch wird der Newsletter persönlicher. Ein überladenes Design des Newsletters überfordert den Leser schnell. Verwende einige Eyecatcher und gestalte den Rest übersichtlich und ansprechend. Vielleicht schaffst du es, schon durch das Design für Wiedererkennbarkeit zu sorgen.

Inhalt des Newsletters:
Wenn dein Newsletter einen Mehrwert beziehungsweise interessanten Content liefert, dann wird er gerne gelesen und vielleicht sogar weiterempfohlen. Verschicke daher bestenfalls nur dann E-Mails, wenn du tatsächlich etwas zu berichten hast. Wenn deine Newsletter als penetrante Werbung eingestuft werden, tragen sich die Leser wieder von deiner Mailing-Liste aus.
Zu viele orthographische und grammatikalische Fehler finden deine Abonnenten störend, also vergiss nicht, den Newsletter vor dem Abschicken zu überarbeiten. Binde Links ein (call to action), auf die du neugierig machst. Nicht alles, was du vermitteln möchtest, muss im Newsletter selbst stehen.

Sprachlicher Stil des Newsletters:
Die Sprache in einem Newsletter kannst du eher informell halten. Dass du trotzdem professionell arbeitest, zeigst du mit dem Inhalt des Newsletters. Versuche dich dabei knapp zu halten und nicht zu sehr ins Plaudern zu kommen. Modewörter oder Jugendsprache dürfen dabei ausgelassen werden, da du trotzdem noch in deinem Beruf als Autor*in auftrittst. Bei vielen Newslettern wird der Abonnent mit „Du“ angesprochen. Das schafft Nähe und diese wiederum erhöht das Interesse an dir, deiner Arbeit und dem Newsletter.

Versandzeitpunkt und -häufigkeit des Newsletters:
Eine wichtige Frage ist, wann du deine E-Mails verschickst, um möglichst schnell möglichst viele Abonnenten zum Lesen zu bringen. Oft heißt es, dass Versandzeit und -häufigkeit antizyklisch gehalten werden sollen, um ein möglichst breites Feld an Abonnenten zu erreichen: Am Wochenende haben die meisten Menschen eher Zeit übrig, aber andere lassen vielleicht gerade dann ihr Postfach geschlossen.
Auch hier lohnt sich die Frage nach der Zielgruppe: Wann öffnen die Personen, die den Newsletter lesen sollen, wohl am ehesten ihr E-Mail-Postfach? Bestenfalls probierst du verschiedene Zeiten und Häufigkeiten aus und analysierst die Ergebnisse.

Abonnenten gewinnen:
Wenn deine Pläne zum E-Mail-Marketing gereift sind und du einen für dich passenden Provider gewählt hast, gilt es, auf Abonnentenjagd zu gehen. Du kannst zunächst einmal auf deinen Social Media Kanälen die Information teilen, dass es nun einen Newsletter gibt. Welche Vorteile bietet er? Was wirst du verraten? Mache deine Community neugierig.
Vielleicht hast du nette Kollegen, die in ihrem eigenen Newsletter auf deinen verweisen? Frage nach. In deinen Büchern kannst du einen Hinweis unterbringen, wo sich Leser zum Newsletter eintragen können, um nichts über künftige Projekte zu verpassen. Erwähne ihn auf Veranstaltungen oder bei Vorträgen. Die Möglichkeiten sind endlos.

Meine eigenen Erfahrungen als Versenderin und Abonnentin von Newslettern

Seit ich Newsletter verschicke, habe ich die Test-E-Mail (ich benutze Mailchimp) immer mehr zu schätzen gelernt. Man sieht, was beim Empfänger ankommen würde, kann alles noch einmal anpassen und stolpert vielleicht doch noch über den einen oder anderen Tippfehler.

Was ich am eigenen E-Mail-Leseverhalten festgestellt habe:
Die Mails von Freunden und Bekannten liest man gerne, aber man nimmt sich nicht die Zeit, Werbemails durchzulesen. Spam löscht man umgehend. Gestalte daher deinen Newsletter entsprechend, als würdest du Freunden mitteilen, was es Neues bei dir gibt und nicht als Verkaufsmittel.

Außerdem habe ich festgestellt, dass hohe Anreize nötig sind, damit die Abonnenten auf Links klicken. Mache sie also neugierig auf das, was sie anklicken sollen.
Ich handhabe es gerne so, dass ich nur Newsletter verschicke, wenn es wirklich etwas mitzuteilen gibt. Oder wenn ich meinen Abonnenten etwas vor allen anderen mitteilen/verraten möchte. Wenn ich zu oft Newsletter geöffnet habe, die keine relevanten Informationen enthielten, tendiere ich dazu, sie künftig ungelesen zu löschen oder sie sogar abzubestellen.

Sich eine Zielgruppe vorzustellen und zu überlegen, was sie interessieren könnte, finde ich nicht nur für Romanprojekte wichtig, sondern auch, wenn ein Newsletter erstellt wird.


WERBUNG

Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

Autorin Tanja Hanika Tanja Hanika ist Autorin von Horror- und Schauerromanen und Verfasserin vom »Arbeitsbuch für Schriftsteller«. Geboren wurde sie 1988 in Speyer, studierte in Trier Germanistik und zog anschließend in die schaurig-schöne Eifel, wo sie mit Mann, Sohn und Katze lebt. Seit sie mit acht Jahren eine »Dracula«-Ausgabe für Kinder in die Hände bekam, schreibt und liebt sie Gruselgeschichten. (Foto: D. Pfingstmann)

Infos über Tanja und ihre Romane findet ihr auf ihrer Website. Wer nichts verpassen möchte, kann sich dort auch für ihren Newsletter anmelden.

Außerdem ist Tanja auch bei Twitter, Instagram und Facebook zu finden. Am 12. Mai veröffentlicht sie ihren neuen Horrorroman „Roadkill – Ein Weg wird dein letzter sein“, es lohnt sich daher den Hashtag #Roadkill im Auge zu behalten.

Weitere Gastartikel der Autorin bei Mlle Facettenreich:

Roman oder Kurzgeschichte?

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Janna | KeJasWortrausch
1 Monat zuvor

Huhu Tanja, auch für mich als Bloggerin nochmal eine feine Zusammenfassung, was beachtet werden sollte und was hilft, Leser:innen zu halten oder zu bekommen. Werde mich mal bei einem zukünftigen Newsletter von Kerstin und mir mich hier mal lang hangeln – Danke daffür (= Mukkelige Grüße! PS: wäre das nicht was? Tanja nicht nur Gastbeiträge schreiben lassen, sondern ein Blog geführt von euch beiden? Und dann mixen wie bspw. Elenor Arvelle? Eure Bücher und alles was dazu gehört und eben eigene Eindrücke zu anderen Werken! – Sorry, hat hier eigentlich nichts zu suchen meine Idee, aber durch unser (also Cathys… Weiterlesen »

Janna | KeJasWortrausch
1 Monat zuvor

Uh, dann bin ich mal gespannt was da für ne Reihe kommt und ob Tanja sich, wenn du darauf Bock hast, auch dafür interessiert (=