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#buchpassion | Lieblingsautor/in

Es ist ja so eine Sache mit diesen Lieblingsdingen.
Die Frage danach bedeutet nämlich, dass man sich beschränken muss/soll auf bloß eine Sache in einer Kategorie oder zu einem bestimmten Thema.
Eine Lieblingsserie, ein Lieblingslied, ein Lieblingsessen.
Und so schnell einem auch Dinge zu jedem Thema in den Kopf schießen; sobald man versucht sich auf eins festzulegen, fällt einem doch immer noch eine weitere Sache ein, die man wenigstens genauso liebt. So geht es jedenfalls mir.

Im Schulfreundebuch war die Frage nach den Lieblingsdingen noch relativ einfach zu beantworten.

Was vermutlich daran lag, dass man mit 9-10 Jahren, einfach noch nicht wusste, wie viele tolle Sachen es eigentlich gibt. Und jetzt mit 30 weiß ich es noch immer nicht, bin aber mittlerweile so – ich nenne es mal – weise, dass ich weiß, dass es schlichtweg so viele tolle Dinge gibt, dass ich mich einfach nicht bloß auf eine Sache beschränken kann. Und auch nicht möchte.

Seit Start der Buchpassion-Challenge von Janine denke ich nun darüber nach, wer mein Lieblingsautor/meine Lieblingsautorin ist. Und ich muss zu dem Schluss kommen, dass ich wohl keine/n habe …
Denn je nachdem, aus welchem Aspekt aus ich es betrachte, drängt sich immer jemand anderes in den Vordergrund. Ich kann also nicht einen Lieblingsautor oder eine Lieblingsautorin nennen.

Aber ich kann eine ganze Reihe Autoren/Autorinnen nennen, die ich beeindruckend oder inspirierend finde.

Da gäbe es zum Beispiel Wolfgang Herrndorf.
Der vor allem in Arbeit und Struktur so offen war, so viele Einblicke in den chaotischen Verstand eines Kreativen gewährt hat, der ohne Rücksicht auf Verluste, seine Gedanken geteilt hat, seine Ängste, seine Leidenschaft, schonungslos und ehrlich, frei heraus. Das hat mich sehr beeindruckt und beeindruckt mich auch immer noch. Diese absolute Hemmungslosigkeit, die eben zu ihm gehörte und die man auch in seinen Romanen wieder findet.
Tschick liest sich dadurch eben nicht wie der gewöhnliche Standard-Jugendroman, denn Herrndorfs Stil macht daraus so viel mehr. Er hat ein Buch geschrieben, das ein Gefühl von Jugend einfängt, das wir alle erlebt haben, wenn auch nicht unbedingt in einem geklauten Lada. Und ein Gefühl so perfekt einzufangen, muss man erst einmal schaffen. Oder den Wahnsinn, des Jugendlich seins, wie in Bilder meiner großen Liebe, so perfekt einzufangen – dazu gehört, natürlich Talent, aber auch eine ganze Menge an hemmungslosem Erinnern und Fühlen – und teilen wollen.

Dann gibt es Autoren/Autorinnen, in denen ich mich wiederfinde, wieder erkenne. Deren Werke man liest, deren Zeichnungen man sieht und deren Filme man schaut und sich einfach zu Hause fühlt. Ich war immer fasziniert von den düsteren Figuren: Vampiren, Werwölfen, Außerirdischen. Das normale war und ist kaum erträglich. Rosa, Glitzer, Happy End, wirkt meist falsch und künstlich. Mit solchen Geschichten habe ich mich selten wohlgefühlt und tue mich bis heute relativ schwer damit. Die Außernseiter, die, die irgendwie anders waren, waren immer die Charaktere, die mir sympathischer waren.
Ähnlich geht es Tim Burton. Daher wohl kaum eine Überraschung, dass mich The Melancholy Death of Oyster Boy begeistert, dass bis heute A Nightmare before Christmas eins meiner liebsten „Märchen“ ist, dass seine Servietten-Kritzeleien mehr in mir auslösen, als jeder Picasso es je könnte.

Oder aber Autorinnen/Autoren, die mit ihrer Geschichte erzählen, wie wichtig Zusammenhalt und Freundschaft ist, was Ignoranz zerstören kann und dass es immer Gruppen geben wird, die andere Gruppen klein halten, bekämpfen, vernichten wollen, dass es sich aber immer lohnt, dies zu hinterfragen und dafür einzustehen, woran man glaubt. Denn wenn ich an Harry Potter denke, dann denke ich natürlich an den Jungen, der auf eine Zaubererschule geht und Magisches erlebt, aber so großartig diese Zaubererwelt ist, die J. K. Rowling geschaffen hat, so ist sie doch so viel mehr. Nämlich eben eine Geschichte über Herkunft und Vergangenheit und Freundschaften und Liebe. Und darüber, wie wichtig es ist, für das zu kämpfen, woran man glaubt. Hinzu kommt, dass Rowling ganz beeindruckend von Anfang bis Ende ihre Geschichte im Blick hatte. Das Dinge, die in Band 1 nebensächlich erwähnt werden, in Band 7 plötzlich unglaublich wichtig sind. Diese Genauigkeit mag ich. Ich halte es schlicht für großartig, wenn Autoren, Film- und Serienmacher, kurz Geschichtenerzähler, so etwas schaffen.

Und so ginge das ewig weiter.

Denn ich könnte weiter erzählen, von der Buchreihe Das Lied von Eis und Feuer von George R. R. Martin der ebenfalls eine wunderbare Welt geschaffen hat und besondere Charaktere. Oder Simon Beckett, der wunderbar Szenerien und Schauplätze beschreiben kann …

Man sieht also, ein mittelschweres Dilemma, mich nach meinem/meiner Lieblingsautor/in zu fragen …

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Sandra
Gast

Hey :-)
Mir gefällt deine Interpretation der „Buchpassion“-Aufgabe sehr, da du dich nicht auf eine Lieblingsautor_in festlegst, sondern da flexibel bleibst und auch erklärst, warum eine Festlegung so schwierig ist. Ich könnte mich da auch überhaupt nicht festlegen, denn meist sind die Arbeiten der schreibenden Menschen so unterschiedlich, dass ich sie gar nicht miteinander vergleichen und dann darunter auswählen kann.

Mit deiner Nennung von Tim Burton, GRR Martin und Wolfgang Herrndort liegst du aber schon ziemlich nah an meinem Lesegeschmack :-) Schön – dir bleibe ich auf den Fersen.

Liebe Grüße,
Sandra

Johanna
Gast

Hey,
dein Beitrag gefällt mir sehr gut. Du hast es auf den Punkt gebracht. Ich finde es ebenfalls sehr schwer, sich auf eine Sache (Lieblingsautor, -Serie, etc) festzulegen.

Die Beitragsreihe gefällt mir ebenfalls sehr gut und ich bin auf weitere Beiträge gespannt.

Liebe Grüße
Johanna

Nadine
Gast

Hey Cathy,

ein schöner Beitrag zu dem Thema und zum Glück muss man sich ja nicht auf eine Person festlegen :D
Genau das liebe ich auch an J.K. Rowling. Von Anfang bis Ende war alles durchgeplant, logisch und bis ins letzte Detail durchdacht. Einfach grandios!

Liebste Grüße,
Nadine

Janna | KeJas-BlogBuch
Gast

Tim Burton <3 <3 <3

Ich glaube ich muss bei dir öfters vorbei schauen, mir gefällt dein Satz "Rosa, Glitzer, Happy End, wirkt meist falsch und künstlich. Mit solchen Geschichten habe ich mich selten wohlgefühlt und tue mich bis heute relativ schwer damit. Die Außernseiter, die, die irgendwie anders waren, waren immer die Charaktere, die mir sympathischer waren." SO SO SOoo gut! Hätte von mir sein können :D

Und Simon Beckett finde ich hier auch in deiner Erwähnung, hach ;)

Liebe Grüße
Janna

Elena
Gast

Huhu,
puh, für mich wäre es auch schwierig, mich für eine/n Lieblingsautor/in zu entscheiden.
Andreas Suchanek , Juliane Käppler, Tabea S. Mainberg, Sina Berwald …. sind die, die mir auf Anhieb einfallen.
LieGrü
Elena, die per #litnetzwerk hierher gefunden hat

AnnaTeresa
Gast

Was für ein toller Beitrag zu der Frage nach dem Lieblingsautor*in. Mir geht es genauso. Ich könnte mich da absolut auch nicht festlegen, weil irgendwie jeder Autor, von dem ich gerne etwas lese anders ist und daher für etwas anders besonders ist.

Liebste Grüße
AnnaTeresa

isleofbookx
Gast

Huhu :)
Wirklich toller Beitrag! Ich kenn das Dilemma nur zu gut. Es gibt einige Autoren, die ich sehr mag, aber einen bei dem mich wirklich alle Bücher überzeugen, gibt es nicht und wird es vermutlich auch nie geben. Das macht aber nichts, denn man braucht weder zwingend einen Lieblingsautor, noch ein Lieblingslied oder sonst irgendwas.

Liebe Grüße
Antonia

Nise
Gast

Dein Beitrag zu #buchpassion ist wirklich sehr schön geworden. Mir gefällt dein Stil. Leider erinnert mich dein Text daran, dass ich meinen Beitrag immer noch nicht angefangen habe.

Die Frage nach nur einem Lieblingsautoren ist aber auch wirklich schwer zu beantworten. Jk Rowling und GRR Martin zählen auch zu meinen. Wolfgang Herrndorf war mir bis gerade eben unbekannt, wenn ich doch schon einmal über Tschick gestolpert war. Werde mir das Buch dann doch noch mal genauer anschauen. :)

Liebe Grüße,
Nise

Pia
Gast

Hallo!

Mir geht es auch so, dass ich nicht DEN einen Lieblingsautor habe. Es gibt einige die ich wirklich sehr gerne lese und bei denen ich auch „blind“ ein Buch kaufen würde. Jane Austen, Friedrich Dürrenmatt und auch Pauolo Coelho möchte ich zum Beispiel nicht in meinem Regal missen.

Liebe Grüße!

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Nicci Trallafitti
Gast

Hey!
Ein interessanter Beitrag.
Ich kann mich da auch schwer festlegen, auch ist das immer abhängig von meiner Stimmung und aktuellen Situationen. Manche Autoren liest man irgendwie „schon immer“, man fühlt sich wohl. Mit Harry Potter bin ich aufgewachsen, Fitzek war der erste Thriller Autor, den ich entdeckt habe und alles von ihm kaufe, obwohl es mittlerweile gar nicht mehr zu den Genres gehört, die ich lese.
Dann gibt es welche, die ich erst kürzlich entdeckt habe, zB. Sarah J. Maas, die es aber trotzdem direkt in die Lieblingsautoren Liga geschafft hat. :)

Liebe Grüße,
Nicci

Janine (@Kapri-zioes)
Gast

Hallo Cathy,

Wolfgang Herrndorf taucht auch auf meiner Liste der LieblingsautorInnen auf. <3 Vielen Dank für deinen Artikel zu #buchpassion!

Janine

Lena
Gast

Hallo!

der Blog hier ist ja ganz frisch o.O Ich war im ersten Moment etwas verwirrt, dass es kein „Ältere Beiträge“-Link gibt auf der Startseite :D

Das mit dem Entscheiden ist mir auch schwer gefallen, ich witzel ja auch immer, dass ich kein Lieblingsbuch sondern Lieblingsbücherregale habe. Am Ende habe ich mich dann dafür entschieden eine bestehende Reihe mit offenen Briefen an Autoren weiterzuführen.

JK Rowling hat definitiv eine ganze Generation geprägt, sie ist auch eine meiner Lieblingsautoren (wenn auch mittlerweile eher aus Nostalgie, das Theaterstück fand ich nicht so toll).

Liebe Grüße,
Lena

Isabel
Gast

Hallo Cathy, habe gerade Deinen Blog über die Liste #litnetzwerk entdeckt, gefällt mir gut, schönes Design
Liebe Grüsse
Isabel